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Die Preisgestaltung ist immer noch ein großes Problem für Micron

Die Aktien des Chipherstellers Micron Technology (WKN:869020) stiegen am Mittwoch, nachdem das Unternehmen die Schätzungen zum dritten Quartal des Geschäftsjahres übertroffen hatte und die Nachfrage für den Rest des Jahres optimistisch einschätzte. Die Rallye ist jedoch mit Vorsicht zu genießen, da Micron angesichts der Preisprobleme immer noch mit Problemen konfrontiert ist.

Erhöhter Lagerbestand und ein schwieriges Umfeld

Der Markt ignorierte die Tatsache, dass die Gewinnprognose von Micron schrecklich war. Das Unternehmen erwartet, dass sich das bereinigte Ergebnis je Aktie im vierten Quartal im Vergleich zum dritten Quartal halbiert. Diese schwachen Ergebnisse werden von anhaltenden Preisrückgängen getragen, die auf ein anhaltendes Überangebot zurückzuführen sind. Obwohl sich die Lagerbestände bei den Kunden langsam abbauen, haben sich die eigenen Lagerbestände von Micron erhöht.
„In den letzten Monaten haben sich die Verbesserungen der Kundenlagerbestände in den meisten Endmärkten weitgehend im Rahmen unserer Erwartungen entwickelt“, sagte CEO Sanjay Mehrotra bei der Telefonkonferenz zum dritten Quartal. Das Unternehmen erwartet ein gesundes Wachstum der DRAM-Bitnachfrage im zweiten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr sowie eine Verbesserung der NAND-Bitnachfrage. Aber das Überangebot ist nicht verschwunden – es hat sich vom Verbraucher zum Produzenten verlagert. „Auch wenn sich die Kundenbestände an DRAM und NAND in den meisten Endmärkten verbessern, haben sich die Produzentenbestände erhöht“, sagte Mehrotra. Micron hatte am Ende des dritten Quartals 4,9 Mrd. US-Dollar an Lagerbeständen in seiner Bilanz, 11,7 % mehr als im zweiten Quartal und 36,4 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Und das trotz eines Umsatzrückgangs von 38,6 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Bitnachfrage muss deutlich steigen, damit sich die Lagerbestände nicht weiter erhöhen. Das Unternehmen erwartet, dass sich die Lagersituation bis zum Ende des Jahres verbessert, aber sie wird wahrscheinlich nicht wieder normal sein, so Finanzvorstand David Zinsner, der sagte: „Wir denken, dass wir bis zum Ende des Kalenderjahres an einem relativ guten Punkt sein werden, vielleicht nicht auf einem optimalen Niveau, was die Quoten angeht, aber sicherlich besser als jetzt…“

Obwohl sich der Markt auf Microns Prognose einer steigenden Bitnachfrage konzentrierte, verschlechterten sich die Gesamtaussichten in den letzten drei Monaten sogar. „Obwohl die bereits angekündigten Kürzungen der Investitionsausgaben sich in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres auf das Angebot der Industrie auswirken werden, gehen wir davon aus, dass weitere Kürzungen des Investitions- und Bitangebots erforderlich sein werden, um die Industrie wieder zu einem gesunden Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zu bringen“, sagte Mehrotra. Micron verdoppelt seine NAND-Wafer-Startreduzierung von 5 auf 10 % und reduziert seinen Investitionsausblick für das Geschäftsjahr 2020. Micron hatte zuvor seinen Investitionsausblick für das Geschäftsjahr 2019 von 10,5 auf 9 Mrd. US-Dollar zurückgeschraubt. Das Unternehmen geht nun davon aus, dass die Investitionen im Geschäftsjahr 2020 „deutlich niedriger als im Geschäftsjahr 2019“ ausfallen werden.

Die Investitionskürzungen von Micron bedeuten, dass das Geschäftsjahr 2020 zumindest zu Beginn ein weiteres schwieriges Jahr für die Speichermärkte sein wird. Wenn Micron zuversichtlich wäre, dass dieser Abschwung fast vorbei ist, würde das Unternehmen die Investitionen für das nächste Jahr nicht drastisch reduzieren. Schließlich werden Investitionskürzungen dazu beitragen, diese Phase des Überangebots zu beenden. Aber es wird wahrscheinlich noch mindestens ein paar Quartale dauern, bis das passiert. Während Micron in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres mehr Bits liefern wird, werden sich seine Margen weiter verschlechtern, solange die Preise weiter rapide sinken. Das Unternehmen erwartet trotz der erwarteten Verbesserung der Nachfrage eine bereinigte Bruttomarge von 29 % im vierten Quartal des Geschäftsjahres, gegenüber 39,3 % im dritten Quartal.

Fazit: Es sieht immer noch so aus, als ob das Schlimmste noch vor Micron liegt.

Quelle: https://www.wallstreet-online.de/nachricht/11581951-preisgestaltung-grosses-problem-micron


Gezielter Angriff auf Huawei hat Konsequenzen

dpa, 20.05. 2019 - Der Telekom-Ausrüster Huawei ist seit Freitag auf der schwarzen Liste der USA. Wer Geschäfte mit den Chinesen machen will, muss künftig eine Lizenz erwerben. Unterschiedliche US-Konzerne wie Qualcomm oder Alphabet reagierten unverzüglich und liefern ab sofort weder Hardware noch Software an Huawei – das hat Konsequenzen.

Geschäfte eingefroren

Zahlreiche Halbleiter-Hersteller wie Broadcom, Intel, Qualcomm und Xilinx aber auch der Software-Gigant Alphabet liefern ihre Chips oder Android-Software ab sofort nicht mehr an Huawei. Insbesondere für Qualcomm, das Prozessoren und Modems für Smartphones entwickelt, könnte diese Entscheidung deutliche Auswirkungen haben. Immerhin ist Huawei nach Samsung und vor Apple der zweitgrößte Smartphone-Hersteller der Welt und ein wichtiger Kunde der Amerikaner. Für Huawei könnten die Konsequenzen noch schwerwiegender sein – auch wenn der Telekommunikations-Konzern genügend Chips auf Lager hat, um mindestens drei Monate zu produzieren, und zusätzlich eigene Halbleiter entwickelt.

Weitere Eskalation im Handelsstreit

US-Präsident Donald Trump hatte erst am Mittwoch den Nationalen Notstand in der Telekommunikation erklärt und damit den Weg zu weiterführenden Maßnahmen gegen Huawei freigemacht. Huawei wird von den US-Behörden verdächtigt, seine unternehmerische Tätigkeit zur Spionage für China zu nutzen. Huawei wies die US-Vorwürfe stets zurück. Die Spionage-Vorwürfe, für die noch keine Beweise geliefert wurden, bieten der USA einen Vorwand, den Handelsstreit endgültig zu einem Handelskrieg eskalieren zu lassen. Sollte die US-Regierung entsprechende Lizenzen verhindern, könnte Huawei und damit China in Sachen Smartphone und 5G enorm zurückgeworfen werden und die hart erarbeitete Technologieführerschaft im Telekommunikationssektor verlieren. Ein erster gezielter Angriff.

Mit Material von dpaAFX.
http://www.deraktionaer.de/aktie/huawei-verbot-konsequenzen-google-qualcomm-482370.htm


Kooperation mit Powercell

Bosch steigt in die Serienfertigung von Brennstoffzellen ein

Bosch wettet auf Wasserstoff: Der Autozulieferer schließt für die Produktion von Brennstoffzellen eine Kooperation mit Powercell, um einen Milliardenmarkt zu besetzen. VonMartin-Werner Buchenau

Stuttgart, 29.04.2019 - Die Bedenken sind groß: Der Einstieg in die Serienfertigung von Batteriezellen ist Bosch zu teuer und zu riskant – so die Haltung vor gut einem Jahr. Um technologisch beim Antriebsstrang der Zukunft aber an die Spitze zu kommen, setzt der Autozulieferer jetzt langfristig auf die Brennstoffzelle. „Bosch steigt in den Markt für mobile Brennstoffzellen ein und treibt die Industrialisierung konsequent voran“, sagt Bosch-Geschäftsführer Stefan Hartung.Bosch will künftig das Herzstück eines Brennstoffzellenantriebs, die Stacks, gemeinsam mit dem schwedischen Unternehmen Powercell entwickeln. Die Fertigung in Lizenz übernimmt dann aber Bosch allein. Eine entsprechende Kooperation gaben die Unternehmen an diesem Montag bekannt.

Die so genannten Stacks machen bis zu zwei Drittel der Gesamtkosten der so genannten Polymerelektrolyt-Brennstoffzelle (PEM) aus. Zu den Investitionskosten für die Brennstoffzellen-Systeme machte der Konzern keine Angaben. An Powercell fließe für die Kooperation ein mittlerer zweistelliger Millionenbetrag. Hinzu komme später eine Lizenzgebühr je verkauftem Stack.Die Schwaben sind optimistisch, dass Brennstoffzellen, die in Autos in den Regel mit Wasserstoff betrieben werden, in Zukunft eine deutlich größere Relevanz bekommen. Bis 2030 sollen nach Schätzungen von Bosch bis zu 20 Prozent aller Elektrofahrzeuge weltweit mit Brennstoffzellen angetrieben werden.

Bislang wurden weltweit allerdings nur wenige tausend Wasserstofffahrzeuge verkauft. Doch Bosch rechnet mit dem Durchbruch der Brennstoffzelle zunächst bei schweren Lkws, aber dann auch bei Autos. „Technologie zu industrialisieren ist eine unserer Stärken. Das gehen wir jetzt konsequent an und erschließen den Markt“, sagt Hartung.

Und auch Powercell-Chef Per Wassén will von der neuen Partnerschaft profitieren. „Mit seiner ganzen Power und Kompetenz eröffnet Bosch unserer Brennstoffzellen-Technik die Möglichkeit, im Automotive-Markt Fuß zu fassen. Bosch ist der beste Partner, den wir uns dafür vorstellen können.“Die besten Chancen für einen breiten Einsatz der Brennstoffzellen-Technik sieht Bosch im Nutzfahrzeug-Markt. Die Flottenvorgaben der Europäischen Union für Lkw sehen bis 2025 eine Minderung der CO2-Emissionen um im Schnitt 15 Prozent, bis 2030 um 30 Prozent vor. Dieses Ziel lässt sich nach Ansicht von Bosch nur mit einer zunehmenden Elektrifizierung des Antriebs erreichen.

Ausgehend von den Nutzfahrzeugen sollen Brennstoffzellen-Antriebe von Bosch in der Zukunft dann auch im Pkw vermehrt zum Einsatz kommen. Dafür müssen jedoch sukzessive die Kosten für Brennstoffzellen-Systeme sinken.Denn auch Wasserstoff ist als Treibstoff noch zu teuer. Aktuell wird Wasserstoff hauptsächlich für industrielle Anwendungen hergestellt mit einem Kilogrammpreis von oft mehr als fünf Euro. Mit steigender Produktion wird der Preis tendenziell noch fallen. Ein Kilogramm Wasserstoff enthält so viel Energie wie 3,3 Liter Diesel. Für 100 Kilometer benötigt ein 40-Tonner etwa neun bis zehn Kilogramm Wasserstoff, was kosten von rund 50 Euro entspricht. Bislang gibt es erst 60 Tankstellen für Wasserstoff in Deutschland. Für LKW, die in ihrem Fuhrpark aufgetankt werden können, gilt dieser Engpass als leichter beherrschbar.

Ob der Durchbruch der Brennstoffzelle nach mehr als zwei Jahrzehnten und mehreren Anläufen tatsächlich gelingt, sehen Experten nicht nur wegen der fehlenden Tankinfrastruktur skeptisch. „Bei Nutzfahrzeugen vielleicht, bei Autos ist das hoffnungslos“, befürchtet Ferdinand Dudenhöffer Direktor des Center Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen.Die deutschen Premiumhersteller hatten bei Wasserstoff immer wieder Rückzieher gemacht. Schon 1994 präsentierte Daimler das erste Brennstoffzellen-Prototypen mit dem Namen NECAR. In Kleinserien für Tests folgten 2003 die A-Klasse, seit 2007 gibt es Fahrzeuge mit Brennstoffzelle in der etwas größeren B-Klasse.Bis zum serienreifen Wasserstoff-Auto dauerte es noch weitere zehn Jahre: Ende 2018 wurde der erste Geländewagen GLC F-Cell an einen Kunden übergeben. Das Wasserstoff-Hybrid-Fahrzeug kann aber nur geleast werden – für stolze 800 Euro im Monat bietet das Fahrzeug abgeriegelt bei Tempo 160 Stundenkilometern eine Reichweite von 480 Kilometern im Wasserstoff-Modus plus 50 Kilometer rein elektrisch. Bei Konkurrent BMW plant man ohnehin erst ab 2025 mit serienreifen Wasserstoff-Autos. Vorher sei die Technologie noch zu teuer.

Als führend in der Wasserstofftechnik gilt Toyota mit seinem Modell Mirai. Die Mittelklasse-Limousine kostet allerdings über 80.000 Euro. Und auch das koreanische Brennstoffzellenauto Hyundai Nexo kommt auf einen Preis von 70.000 Euro. Auch Honda bietet ein Modell an, das aber nicht in Deutschland zu kaufen ist.„Wer soll, kann und will das als Kunde bezahlen. Auch durch hohe Stückzahlen, lässt sich der Preis nicht halbieren“, betont Dudenhöffer. Dagegen würden große Lkw mit langer gewerblicher Nutzung, die leicht über 300.000 Euro kosten, die Mehrkosten einer Brennstoffzelle für 25.000 Euro leichter verkraften.Bosch arbeitet in den USA bereits mit Nikola Motors zusammen, um Lastwagen zu entwickeln, die per Brennstoffzelle betrieben werden. Allerdings drängt auch hier die Zeit. Denn auch Tesla bietet mittlerweile rein elektrische Lkw an, die mit einer Batterie betrieben werden.

Der Standort für die künftige Brennstoffzellenfertigung von Bosch steht noch nicht fest. Aber es soll in jedem Fall in Deutschland sein. Die Brennstoffzellen-Entwicklung sitzt in Feuerbach. Das Bosch-Stammwerk zählt neben Bamberg und Homburg zu den drei Standorten für Dieseltechnologie, die durch den Rückgang der Dieselnachfrage von Beschäftigungsrückgang bedroht sind und langfristig Kompensation brauchen. An der Brennstoffzellentechnik arbeitet Bosch bislang 200 Menschen.

Auch stationäre Brennstoffzellentechnik verfolgt Bosch. Vergangenes Jahr ging der Zulieferer eine Kooperation mit dem britischen Unternehmen Ceres Power ein, um die Entwicklung von kleinen Brennstoffzellen-Kraftwerken vorantreiben – dort liegt aber eine andere Technik zugrunde. Die Technik soll kleine Kraftwerke ermöglichen, die überall in der Stadt sowie in Industrie- und Gewerbegebieten platziert werden können.

Quelle: dpa; https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/kooperation-mit-powercell-bosch-steigt-in-die-serienfertigung-von-brennstoffzellen-ein-/24267426.html?ticket=ST-3498-btmtxbXgRtqf4bxUkQlk-ap6


NXP: Infineon-Rivale zeigt Trendwende im Chip-Markt

Freitag, 8. Februar 2019 09:57
NXP Semiconductors Hauptniederlassung
EINDHOVEN (IT-Times) - Der niederländische Halbleiterhersteller NXP Semiconductors N.V. hat seine Zahlen für das vierte Quartal und Geschäftsjahr 2018 bekannt gegeben und zuletzt ein leichtes Umsatzminus verzeichnet.
NXP - Quartalszahlen
Der Umsatz (US-GAAP) von NXP Semiconductors fiel im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt leicht um zwei Prozent auf rund 2,4 Mrd. US-Dollar. Damit wurde die Prognose erreicht. NXP wies eine Bruttomarge von 51,7 Prozent aus. Die operative Marge lag bei NXP Semiconductors N.V. im gleichen Zeitraum des Geschäftsjahres 2018 bei rund 9,3 Prozent. Übrig blieb im vierten Quartal 2018 ein Nettoergebnis in Höhe von 289 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 768 Mio. US-Dollar). Das (verwässerte) Ergebnis je Aktie (GAAP) lag damit bei 0,94 US-Dollar (Vorjahr: 2,17 US-Dollar).

NXP - Geschäftsjahr

Auf das Gesamtjahr 2018 gesehen erhöhte sich der Umsatz noch leicht auf knapp 9,41 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: knapp 9,26 Mrd. US-Dollar). Das operative Ergebnis stieg auf 2,71 Mrd. US-Dollar (Vorjahr: 2,1 Mrd. US-Dollar).

Quelle und Weiter: https://www.it-times.de/news/nxp-infineon-rivale-zeigt-trendwende-im-chip-markt-131092/